Mehr Sauerstoff. Mehr Heilung.
Die hyperbare Sauerstofftherapie (HBO) kann die Regeneration gezielt fördern, Entzündungen reduzieren und Heilungsprozesse nachhaltig unterstützen. Erfahren Sie, wie die Behandlung in der Druckkammer funktioniert, wie sie abläuft und bei welchen Erkrankungen sie eingesetzt wird.
Häufige Fragen zu dem diabetischen Fußsyndrom
Die hyperbare Sauerstofftherapie (HBO) ist ein medizinisches Verfahren, bei dem Patientinnen und Patienten in einer speziellen Druckkammer reinen Sauerstoff unter erhöhtem Umgebungsdruck einatmen.
Durch den erhöhten Druck kann deutlich mehr Sauerstoff im Blut gelöst werden als unter normalen Bedingungen. Dieser zusätzliche Sauerstoff gelangt gezielt in schlecht durchblutete oder geschädigte Gewebe – also genau dorthin, wo der Körper alleine oft nicht mehr ausreichend versorgen kann.
Die HBO wird sowohl bei akuten Notfällen als auch bei chronischen Erkrankungen eingesetzt und ergänzt häufig bestehende Therapiekonzepte.
Ablauf der Behandlung
Die Behandlung findet in einer modernen Druckkammer unter kontinuierlicher medizinischer Überwachung statt und dauert in der Regel 90 bis 180 Minuten pro Sitzung.
Der Ablauf erfolgt strukturiert in mehreren Phasen:
- Langsame Druckerhöhung (vergleichbar mit einem Tauchgang)
- Atmung von 100 % Sauerstoff über Maske oder Haube
- Wechsel zwischen Sauerstoffphasen und kurzen Pausen
- Kontrollierte Drucksenkung am Ende der Sitzung
Während der Therapie können Patientinnen und Patienten entspannen, lesen oder Musik hören. Das geschulte Fachpersonal begleitet den gesamten Ablauf und sorgt für maximale Sicherheit.
Ziele der Therapie
Die Wirkung der hyperbaren Sauerstofftherapie basiert auf mehreren sich ergänzenden Mechanismen:
- Verbesserte Sauerstoffversorgung im Gewebe – auch in schlecht durchbluteten Bereichen
- Förderung der Wundheilung durch Aktivierung von Zellprozessen und Gefäßneubildung
- Unterstützung des Immunsystems und Hemmung bestimmter Bakterien
- Reduktion von Entzündungen und Schwellungen
- Schutz geschädigter Zellen und Förderung von Regenerationsprozessen
Diese Effekte machen die HBO besonders wirksam bei komplexen Krankheitsbildern, bei denen Sauerstoffmangel eine zentrale Rolle spielt.
Sicherheit, Risiken und Nebenwirkungen
Die HBO gilt als sicheres und gut etabliertes Therapieverfahren, wenn sie fachgerecht durchgeführt wird. Vor Beginn erfolgt daher immer eine sorgfältige ärztliche Untersuchung.
Zu den möglichen Nebenwirkungen zählen:
- Druckgefühl im Ohr (vergleichbar mit Flug oder Tauchen)
- Probleme beim Druckausgleich, insbesondere bei Erkältung
- In seltenen Fällen Reizungen der Atemwege durch den hohen Sauerstoffanteil
- Sehr selten können Sauerstofftoxizität oder neurologische Reaktionen auftreten
Durch die kontinuierliche Überwachung während der Behandlung können mögliche Beschwerden frühzeitig erkannt und behandelt werden.
Für wen ist die Therapie geeignet?
Die HBO wird immer dann eingesetzt, wenn Gewebe nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird oder Heilungsprozesse gestört sind.
Typische Anwendungsbereiche sind unter anderem:
- Chronische Wunden und Wundheilungsstörungen
- Strahlenschäden nach Krebstherapien
- Infektionen und entzündliche Prozesse
- Akute Notfälle wie Kohlenmonoxidvergiftungen oder Gasembolien
- Ausgewählte neurologische und internistische Erkrankungen
Ob die Therapie im individuellen Fall sinnvoll ist, wird immer ärztlich geprüft.
Ziel der Therapie
Das Ziel der hyperbaren Sauerstofftherapie ist es, die körpereigenen Heilungsprozesse gezielt zu unterstützen, Komplikationen zu reduzieren und die Regeneration nachhaltig zu fördern.
Sie wird häufig ergänzend zu bestehenden Behandlungen eingesetzt und kann insbesondere bei komplexen oder langwierigen Erkrankungen einen entscheidenden Beitrag zum Behandlungserfolg leisten.
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