Gasembolie behandeln mit hyperbarer Sauerstofftherapie (HBO)

Eine Gasembolie entsteht, wenn Gasblasen in den Blutkreislauf gelangen und dort die Durchblutung behindern. Dies kann zu einer Unterversorgung von Gewebe und Organen führen und stellt einen medizinischen Notfall dar.

Die hyperbare Sauerstofftherapie (HBO) kann dazu beitragen, die Größe der Gasblasen zu reduzieren und die Sauerstoffversorgung des Gewebes schnell zu verbessern.

Häufige Fragen zur Gasembolie

Bei einer Gasembolie gelangen Luft- oder Gasblasen in die Blutgefäße und können dort den Blutfluss blockieren.

Typische Merkmale sind:

  • plötzliche Beschwerden
  • Schmerzen
  • neurologische Symptome
  • Atembeschwerden
  • Bewusstseinsstörungen

Je nach Lokalisation kann eine Gasembolie unterschiedliche Organe betreffen.

Die Gasblasen können Gefäße verstopfen und so die Sauerstoffversorgung von Gewebe unterbrechen. Besonders kritisch ist dies bei Beteiligung von Gehirn oder Herz.

Mögliche Ursachen:

  • medizinische Eingriffe
  • Verletzungen
  • Druckveränderungen (z. B. beim Tauchen)

Bei der HBO wird reiner Sauerstoff unter erhöhtem Druck eingeatmet. Dadurch können Gasblasen verkleinert und schneller abgebaut werden.

Dies kann folgende Effekte unterstützen:

  • Verkleinerung der Gasblasen
  • Verbesserung der Sauerstoffversorgung
  • Stabilisierung der betroffenen Organe
  • Förderung der Regeneration

Die HBO ist eine etablierte Therapie bei Gasembolien.

Die hyperbare Sauerstofftherapie kann insbesondere dann in Betracht gezogen werden, wenn:

  • eine Gasembolie diagnostiziert wurde
  • neurologische Symptome auftreten
  • eine schnelle Behandlung erforderlich ist
  • die Sauerstoffversorgung verbessert werden muss

Die Behandlung erfolgt in enger Abstimmung mit der Notfallversorgung.

Ziele der Behandlung

Die hyperbare Sauerstofftherapie zielt darauf ab, die Gasblasen zu reduzieren und die Sauerstoffversorgung schnell wiederherzustellen.

Mögliche Ziele:

  • Auflösung der Gasblasen
  • Stabilisierung der Organfunktion
  • Reduktion von Folgeschäden
  • Unterstützung der Regeneration

Ablauf der Behandlung

Die Behandlung erfolgt in einer Druckkammer unter medizinischer Betreuung.

Typischer Ablauf

  1. Schnelle ärztliche Einschätzung
  2. Einleitung der Therapie
  3. Durchführung mehrerer Sitzungen
  4. Verlaufskontrolle

Eine Sitzung dauert in der Regel zwischen 90 und 180 Minuten.

Weitere Informationen

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