Knochennekrose (inkl. Morbus Ahlbäck) behandeln mit hyperbarer Sauerstofftherapie (HBO)

Knochennekrosen entstehen, wenn die Durchblutung des Knochengewebes gestört ist und Teile des Knochens nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. In der Folge kann es zum Absterben von Knochengewebe kommen, was häufig mit Schmerzen und Bewegungseinschränkungen verbunden ist.

Die hyperbare Sauerstofftherapie (HBO) kann als ergänzende Behandlung dazu beitragen, die Sauerstoffversorgung im Knochen zu verbessern und die Regeneration des Gewebes zu unterstützen.

Häufige Fragen zur Knochennekrose

Bei einer Knochennekrose kommt es zu einem Absterben von Knochengewebe infolge einer unzureichenden Durchblutung. Häufig betroffen sind Gelenkregionen wie Hüfte, Knie oder Schulter.

Eine häufige Form im Bereich des Kniegelenks ist der Morbus Ahlbäck. Dabei handelt es sich um eine Durchblutungsstörung des Knochens im Knie, die mit Schmerzen und zunehmender Bewegungseinschränkung einhergehen kann.

Typische Merkmale sind:

  • belastungsabhängige Schmerzen
  • zunehmende Bewegungseinschränkungen
  • Druckempfindlichkeit im betroffenen Bereich
  • fortschreitende Verschlechterung ohne Behandlung

Die Ursache liegt meist in einer gestörten Blutversorgung des Knochens. Dadurch wird das Gewebe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt.

Mögliche Ursachen:

  • Durchblutungsstörungen
  • Verletzungen oder Überlastung
  • langfristige Medikamenteneinnahme (z. B. Kortison)
  • Stoffwechselerkrankungen
  • ungeklärte (idiopathische) Ursachen

Bei der HBO wird reiner Sauerstoff unter erhöhtem Umgebungsdruck eingeatmet. Dadurch kann deutlich mehr Sauerstoff im Blut gelöst und auch in schlecht durchblutete Bereiche des Knochens transportiert werden.

Dies kann folgende Effekte unterstützen:

  • Verbesserung der Sauerstoffversorgung im Knochen
  • Förderung der Neubildung von Blutgefäßen
  • Unterstützung der Knochenregeneration
  • Stabilisierung des betroffenen Gewebes
  • Reduktion von Entzündungen

Die Therapie wird in der Regel ergänzend zu bestehenden Behandlungsmaßnahmen eingesetzt.

Die hyperbare Sauerstofftherapie kann insbesondere dann in Betracht gezogen werden, wenn:

  • eine frühe oder mittlere Phase der Erkrankung vorliegt
  • Schmerzen und Bewegungseinschränkungen bestehen
  • die Durchblutung im Knochen eingeschränkt ist
  • konservative Therapien nicht ausreichend wirken
  • eine Operation vermieden oder hinausgezögert werden soll

Eine individuelle ärztliche Einschätzung ist Voraussetzung für die Behandlung.

Ziele der Behandlung

Die hyperbare Sauerstofftherapie zielt darauf ab, die Regeneration des Knochengewebes zu unterstützen und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen.

Mögliche Ziele:

  • Verbesserung der Durchblutung im Knochen
  • Förderung der Geweberegeneration
  • Stabilisierung des betroffenen Bereichs
  • Reduktion von Schmerzen
  • Erhalt der Gelenkfunktion

Ablauf der Behandlung

Die Behandlung erfolgt in einer Druckkammer unter medizinischer Betreuung. Während der Sitzung atmen Sie reinen Sauerstoff unter erhöhtem Druck ein.

Typischer Ablauf

  1. Ärztliche Untersuchung und Einschätzung
  2. Individuelle Therapieplanung
  3. Durchführung mehrerer Sitzungen
  4. Regelmäßige Kontrolle des Verlaufs

Eine Sitzung dauert in der Regel zwischen 90 und 180 Minuten.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zu Erkrankungen der Knochen finden Sie hier.