Weichteilschäden behandeln mit hyperbarer Sauerstofftherapie (HBO)

Weichteilschäden können durch Verletzungen, Operationen, Durchblutungsstörungen oder Bestrahlung entstehen und betreffen häufig Haut, Muskeln und Bindegewebe. In vielen Fällen ist die Heilung erschwert, insbesondere wenn die Sauerstoffversorgung im Gewebe eingeschränkt ist.

Die hyperbare Sauerstofftherapie (HBO) kann als ergänzende Behandlung dazu beitragen, die Regeneration des geschädigten Gewebes zu unterstützen und Heilungsprozesse gezielt zu fördern.

Häufige Fragen zu Weichteilschäden nach Bestrahlung

Unter Weichteilschäden versteht man Verletzungen oder Veränderungen von Gewebe, das nicht zum knöchernen Skelett gehört. Dazu zählen unter anderem Haut, Muskulatur, Fettgewebe und Bindegewebe.

Typische Beispiele sind:

  • ausgedehnte Wunden nach Verletzungen
  • Gewebeschäden nach Operationen
  • schlecht heilende Weichteilverletzungen
  • Gewebeschäden nach Bestrahlung
  • Durchblutungsstörungen im Weichteilgewebe

Je nach Ursache und Ausmaß kann die Heilung verzögert oder kompliziert verlaufen.

Eine ausreichende Sauerstoffversorgung ist entscheidend für die Regeneration von Gewebe. Ist diese eingeschränkt, können wichtige Heilungsprozesse nicht optimal ablaufen.

Mögliche Gründe:

  • verminderte Durchblutung
  • Schädigung von Gefäßen
  • Entzündungsprozesse
  • Infektionen
  • Vorschädigung des Gewebes (z. B. durch Bestrahlung)

Bei der HBO wird reiner Sauerstoff unter erhöhtem Umgebungsdruck eingeatmet. Dadurch kann deutlich mehr Sauerstoff im Blut gelöst und auch in geschädigte oder schlecht durchblutete Gewebebereiche transportiert werden.

Dies kann folgende Effekte unterstützen:

  • Verbesserung der Sauerstoffversorgung im Gewebe
  • Förderung der Neubildung von Blutgefäßen
  • Aktivierung der Zellregeneration
  • Unterstützung der Immunabwehr
  • Reduktion von Entzündungen

Die Therapie wird in der Regel ergänzend zu bestehenden Behandlungsmaßnahmen eingesetzt.

Die hyperbare Sauerstofftherapie kann insbesondere dann in Betracht gezogen werden, wenn:

  • Weichteilschäden nur verzögert heilen
  • Durchblutungsstörungen vorliegen
  • Gewebe vorgeschädigt ist (z. B. nach Bestrahlung)
  • Infektionen auftreten oder drohen
  • umfangreiche oder tiefgehende Gewebeschäden bestehen

Eine individuelle ärztliche Einschätzung ist Voraussetzung für die Therapie.

Ziele der Behandlung

Die hyperbare Sauerstofftherapie zielt darauf ab, die Regeneration des geschädigten Gewebes zu unterstützen und die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Heilung zu verbessern.

Mögliche Ziele:

  • Förderung der Gewebeheilung
  • Verbesserung der Durchblutung im betroffenen Bereich
  • Reduktion von Entzündungen
  • Verringerung von Komplikationen
  • Stabilisierung des Gewebes

Ablauf der Behandlung

Die Behandlung erfolgt in einer Druckkammer unter medizinischer Betreuung. Während der Sitzung atmen Sie reinen Sauerstoff unter erhöhtem Druck ein.

Typischer Ablauf

  1. Ärztliche Untersuchung und Einschätzung
  2. Individuelle Therapieplanung
  3. Durchführung mehrerer Sitzungen
  4. Regelmäßige Kontrolle des Heilungsverlaufs

Eine Sitzung dauert in der Regel zwischen 90 und 180 Minuten.

Weitere Informationen

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